Ein gutes Mitarbeiterfoto macht keine große Show. Es macht einen Menschen erreichbar.Dieses Bild ist ein gutes Beispiel, auch wenn nichts inszeniert, nichts behauptet wird. Es sagt nicht: Schau, wie wichtig ich bin. Es sagt: Ich bin hier, ich arbeite, ich bin ansprechbar.Mehr braucht es nicht. Und ehrlich gesagt: Mehr sollte es auch nicht brauchen. Als Mitarbeiterfoto ist es passend, weil es ...
Ein Mensch an seinem Arbeitsplatz.Ein Moment, weniger inszeniert, vielmehr passiert. Oft regiert das Pflichtlächeln: höflich aber austauschbar. Ein Lächeln, freundlich, aber leer. Hier: ein Gespräch, Echt. Die Haltung entspannt, aber präsent.Was sich hier zeigt, ist weniger Pose, sondern Zustand. Nicht „zeigen, wie jemand aussieht“, sondern zeigen, wie jemand wirkt, wenn er sich nicht ...
Bilder fragen nicht. Sie zeigen.Deshalb trägt, wer sie macht, Verantwortung.Nicht nur für das Wie, sondern auch für das Warum. Wer ein Bild macht, entscheidet nicht nur über Licht und Perspektive.Er entscheidet auch über Haltung.Über Nähe.Über das, was sichtbar werden darf und was nicht.Das Wie ist handwerklich. Das Warum ethisch. Dieses Bild hier könnte als Business-Porträt ...
Ein ruhiger Lagebericht aus einer lauten Gegenwart 2026 ist kein Neuanfang.2026 ist ein Weitergehen mit offeneren Augen. Die Bilderflut lässt nicht nach. KI kann inzwischen vieles, bis auf zögern, zweifeln oder fühlen. Genau hier beginnt eine Bewegung, die die Fotografie 2026 prägen könnte. Nicht als Trend, mehr als kollektives Auf- und Durchatmen. Gefühl ist kein ästhetisches Dogma. Es ist ...
Fotografie kann auch Schweigen sein.Nicht das peinliche, das zwischen zwei Menschen hängt, eher das aufmerksame.Das, in dem sich etwas zeigt, ohne das eine Erklärung nötig ist. Ich denke, es gibt Phasen, in denen das Fotografieren erstmal nur zuhören ist.Der Finger auf dem Auslöser wartet, ohne etwas zu erzwingen. Das Auge ruht, statt zu jagen.In dieser Ruhe fällt der Anspruch, Bedeutung zu ...
Über das Unsichtbare, das jedes Bild mitfinanziert.Was kostet ein Bild?Nicht in Euro, sondern im Inneren. Es gibt Ausgaben, die keine Rechnung stellen.Stunden des Zweifelns, viel Geduld und eine große Portion Vertrauen, dass die Intuition in Verbindung mit dem Auge mehr weiß als der Kopf. Die Schattenökonomie der Fotografie rechnet in unsichtbaren Währungen. Sie zieht Zinsen auf ...
Als Wechselstube für Zuneigung, Aufmerksamkeit, Wohlwollen? Schon als Kinder lernen wir: Beziehung ist Handelsware. Gibst du mir, geb ich dir. Dieses Tauschgeschäft nährt ein unsichtbares Inventar in uns.Eine Buchhaltung der Gefühle sozusagen, einen Kontostand für Verbundenheit. Der Bereich dazwischen? Besetzt mit einer Menge Erwartungen, Hoffnungen ...
Die letzten Tage bin ich über das schöne Wort „Zartmut“ gestolpert, ein Fundstück, das sich beim Aufräumen zwischen Gedanken und kleinen Alltagsmomenten eingeschlichen hat. Grund genug, da mal genauer hinzuschauen: Für mich ist Zartmut kein Adjektiv für Sonntage, viel mehr ist es Handwerk. Eine Mechanik des Daseins. Wer mit Zartmut arbeitet, kontrolliert nicht, er hört zu. Vertrauen ...
Ein Blick hat Struktur, wie Sprache. Wer sieht, spricht. Nur ohne Worte. In diesem Bild steht der Blick still und doch erzählt er. Er formuliert keine Sätze, er setzt Punkte. Zwischen Licht und Schatten entsteht Grammatik. Das Auge spricht das Licht an, das Licht antwortet. Sehen hat seine Syntax. Es ordnet Nähe, verteilt Gewicht, legt ...
In jedem fotografischen Moment entsteht so etwas wie ein stilles Gespräch. Es fällt kein Wort, und doch antwortet alles. Zuerst pürst Du es im Körper – das Licht tastet, zögert, legt sich. Manchmal führt es, manchmal folgt es, und manchmal steht alles im Gleichgewicht. Licht hat eine eigene Haltung. Es urteilt nicht, es fragt, bietet sich an. Es prüft, ob es eingeladen ist, und entscheidet, ...









